Lugano greift gegen St. Gallen nach Vereinsrekord

Der FC Lugano kann am Mittwochabend gegen den FC St. Gallen einen Vereinsrekord einstellen. Die Tessiner sind seit 16 Pflichtspielen ungeschlagen und würden mit einer weiteren Partie ohne Niederlage die Bestmarke von 17 Spielen aus dem Jahr 2020 egalisieren. Anpfiff des Nachtragsspiels der 4. Super-League-Runde in der AIL Arena ist um 19.00 Uhr.

Lugano führt die Super League nach sieben Spielen mit 19 Punkten an und hat drei Zähler Vorsprung auf die Young Boys, die bereits eine Partie mehr absolviert haben. In der laufenden Saison ist die Mannschaft von Mattia Croci-Torti wettbewerbsübergreifend noch ungeschlagen: Aus Liga, Schweizer Cup und Europacup resultieren bislang elf Siege und drei Unentschieden. Zusammen mit den letzten beiden Partien der Vorsaison ergibt sich die aktuelle Serie von 16 Spielen ohne Niederlage.

Am vergangenen Samstag musste Lugano beim 2:2 gegen YB erstmals in dieser Meisterschaft Punkte abgeben. Albian Ajeti erzielte in der 80. Minute den Ausgleich und verhinderte die erste Saisonniederlage. Der vom FC Basel ausgeliehene Angreifer hat damit bereits früh eine wichtige Rolle übernommen. Mehr zu seinem starken Start im Tessin gibt es in unserem Beitrag Ajeti rettet Lugano im Spitzenspiel gegen YB.

17 Spiele sind die bisherige Bestmarke

Die längste Ungeschlagenheitsserie Luganos seit Einführung der Super League stammt aus dem Jahr 2020. Damals blieb das Team unter Trainer Maurizio Jacobacci 17 Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage. Mit einem Remis oder Sieg gegen St. Gallen würde die aktuelle Mannschaft diese Marke erreichen.

Der Lauf der Bianconeri hat bereits in der Schlussphase der vergangenen Saison begonnen. In der neuen Spielzeit folgte dann ein nahezu perfekter Start. Lugano hat sich für die Ligaphase der Conference League qualifiziert und gleichzeitig in der Meisterschaft sechs der ersten sieben Partien gewonnen.

Auch die neue AIL Arena entwickelt sich dabei zu einem wichtigen Faktor. Die ersten sechs Pflichtspiele im neuen Stadion gewann Lugano allesamt, ehe YB beim 2:2 am vergangenen Wochenende erstmals einen Punkt aus dem Tessin mitnahm.

St. Gallen bleibt ein unangenehmer Gegner

Die aktuelle Formkurve spricht deutlich stärker für Lugano. St. Gallen liegt nach sieben Meisterschaftsspielen mit zehn Punkten auf Rang 5 und hat fünf seiner letzten sechs Pflichtspiele verloren. In dieser Phase gelang einzig gegen Servette ein Sieg.

Dennoch haben die Ostschweizer gute Erinnerungen an die direkten Duelle. Luganos letzte Pflichtspielniederlage datiert vom 10. Mai 2026 – und der Gegner hiess ebenfalls St. Gallen. Die Tessiner führten damals durch Hadj Mahmoud, ehe Mihailo Stevanovic und Lukas Görtler die Partie zum 2:1 für den FCSG drehten. In der Nachspielzeit parierte Lawrence Ati Zigi zudem einen Penalty von Ezgjan Alioski.

Auch die Trainerbilanz ist bemerkenswert. Croci-Torti wartet in sieben bisherigen Duellen mit St. Gallens Trainer Enrico Maassen noch auf seinen ersten Sieg. Vier dieser Begegnungen verlor Lugano.

Lugano kann Vorsprung ausbauen

Das Nachtragsspiel bietet dem Tabellenführer die Möglichkeit, sich zusätzlich abzusetzen. Mit einem Sieg würde Lugano auf 22 Punkte kommen und hätte bei gleich vielen absolvierten Spielen sechs Zähler Vorsprung auf YB.

Für St. Gallen geht es dagegen darum, den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren und die zuletzt schwache Resultatserie zu stoppen. Die Partie war ursprünglich für den 23. August vorgesehen, wurde wegen der Europacup-Playoffs beider Mannschaften jedoch verschoben.

⚽ DAS IST VOR DEM SPIEL WICHTIG

  • Lugano ist seit 16 Pflichtspielen ungeschlagen und kann die Vereinsbestmarke von 17 Partien aus dem Jahr 2020 egalisieren.
  • Die Tessiner führen die Super League mit 19 Punkten aus sieben Spielen an; St. Gallen steht mit zehn Punkten auf Rang 5.
  • Luganos nächste Partie folgt am Sonntag, 20. September, um 16.30 Uhr auswärts beim Lausanne-Sport.
  • St. Gallen tritt am gleichen Sonntag um 16.30 Uhr auswärts beim FC Basel an.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert